Immobilie mit globalem Flair

3d450635.jpg

Der Deutsche Pavillon auf dem Expo-Gelände in Hannover - noch bis Ende Januar offen für neue Visionen und Konzeptvorschläge.

Bremen. „Bis zum 22. Januar 2021 haben potenzielle Käufer und Käuferinnen die Möglichkeit, ihre Ideen und Konzepte für eine künftige Nutzung vorzulegen“, teilte ein Sprecher der Stadt Hannover am Freitag vor einer Woche mit. Nötig sei ein überzeugendes Gesamtkonzept, hieß es. Einem Verkauf müssten auch die Ratsgremien zustimmen.

Der Deutsche Pavillon im Osten des ehemaligen Expo-Geländes wurde in den Jahren 1999 und 2000 errichtet. Die Gesamtfläche beträgt rund 17 000 Quadratmeter, die sich auf ein Unter- und ein Erdgeschoss sowie ein erstes und zweites Obergeschoss verteilen. Nach der Weltausstellung wurde der Pavillon als Veranstaltungsort genutzt. Im Jahr 2015 kaufte die Landeshauptstadt die Immobilie und brachte dort bis zum Jahr 2017 Geflüchtete unter.

Das Konzept soll in schriftlicher Form Aussagen zum Nutzungszweck des Gebäudes sowie zur geplanten Besucher- und Kundenzahl für die nächsten zwei, fünf und zehn Jahre beinhalten. Darüber hinaus soll die Bereitschaft zur Kooperation mit Dritten und Modalitäten bezüglich eines Erstzugriffs der Landeshauptstadt auf Veranstaltungszeiträume umrissen werden. Komplettiert wird das Konzept schlussendlich durch eine Schätzung des finanziellen Aufwands zur Umgestaltung des Pavillons für den angestrebten Zweck und durch eine Kaufpreisvorstellung. Letztere kann bei der Auswahl zwischen gleich bewerteten Konzepten den Ausschlag geben.

Event- und Ausstellungsfläche sucht neue Vision

Gemäß Exposé, das auf der Homepage der Stadt Hannover abgerufen werden kann, sind bauliche Veränderungen innerhalb der baulichen Festsetzungsgrenzen möglich. Zwar wird die Erhaltung der bisherigen räumlichen Innengestaltung nicht vorausgesetzt, der Erhalt der Materialität, der Anmutung und der Farbigkeit des heutigen Zustandes sei aber wünschenswert. Gänzlich ausgeschlossen ist etwa die Nutzung als Parkhaus, als Schwimmbad sowie als Spielhalle oder Studentenwohnheim. Eine ausschließliche Nutzung als Autohaus, für den Einzelhandel oder im Bereich Hotelgewerbe kommt ebenfalls nicht in Betracht, dies gilt auch für entsprechende Teilnutzungen. Für das Interessenbekundungsverfahren ist eine formlose Registrierung unter Angabe des Namens oder des Unternehmens und der Anschrift notwendig unter 23.1@hannover-stadt.de.

(Autor: Julian Kloß / Foto: Sebastian Kahnert)