Gesunde Entscheidung

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Rekordjahr 2020: Ärztehäuser wie das auf der Findorffer Hemmstraße und andere Gesundheitsimmobilien sind als Kapitalanlage weiterhin sehr gefragt.

Bremen. Der bereits seit Jahren zu beobachtende Trend steigender Investmentumsätze mit Healthcare-Immobilien hat sich auch 2020 bestätigt. Mit knapp vier Milliarden Euro wurde ein neues Rekordergebnis erzielt, das 68 Prozent über dem Vorjahreswert liegt, wie eine Experten-Analyse ergab.

„Noch bemerkenswerter ist, dass der zehnjährige Schnitt um rund 130 Prozent übertroffen werden konnte. Diese ausgesprochen dynamische Entwicklung im Jahr der Corona-Pandemie zeigt, dass immer mehr Investoren die Nachhaltigkeit dieser Assetklasse erkennen. Im Gegensatz zu anderen Nutzungsarten ist die Nachfrage und damit die Vermietungssicherheit weniger den Marktschwankungen unterworfen, sondern hängt in erster Linie von der demografischen Entwicklung ab“, erläutert Georg Ritgen, Director National Healthcare Services bei BNP Paribas Deutschland.

Rund zwei Drittel des Umsatzes (2,7 Milliarden Euro) entfallen auf Pflegeimmobilien, was einen neuen Rekord bedeutet. Aber auch Gesundheitsimmobilien (wie etwa Ärztehäuser, Kliniken und Medizinische Versorgungszentren) können ihr Ergebnis mit 842 Millionen Euro mehr als verdoppeln. Projektentwicklungen steuerten gut 24 Prozent zum Gesamtergebnis bei. Dies ist prozentual der zweithöchste Wert der vergangenen Jahre, absolut betrachtet aber das mit Abstand höchste Investmentvolumen. Auch hier zeigt sich das große Interesse der Anleger an neuen Produkten.

„Dass selbst im Pandemie-Jahr 2020 der Investmentumsatz spürbar gesteigert und ein neuer Rekord erzielt werden konnte, unterstreicht die nachhaltig wachsende Bedeutung von Gesundheitsimmobilien. Dieser Trend wird sich voraussichtlich auch die nächsten Jahre fortsetzen, da sowohl die demografische Entwicklung und das steigende Durchschnittsalter als auch die wachsende gesellschaftliche Akzeptanz für zielgruppengerechte Angebote für das Wohnen im Alter für ein mittel- und langfristiges Wachstum sprechen. Vor diesem Hintergrund dürfte der Umsatz 2021 eher durch das vorhandene Angebot bestimmt werden, da die Nachfrage der Anleger mit großer Wahrscheinlichkeit weiter steigen wird“, fasst Georg Ritgen die Aussichten für die kommenden Monate zusammen.

(Autor: Julian Kloß / Foto: Roland Scheitz)