Die Innenstadt der Zukunft

Wohin entwickelt sich die Bremer Innenstadt? In interdisziplinären Teams haben Studierende der Hochschule Bremen und der Hochschule für Künste Bremen Konzeptvorschläge entwickelt.

Bremen. Wer sich für Stadtentwicklung interessiert, sollte den Besuch der Ausstellung „Interspace – Die nachhaltige Stadt“ ins Visier nehmen. Sie ist noch bis Sonnabend, 24. Juni, geöffnet. Master-Studierende der Hochschule Bremen und der Hochschule für Künste stellen dort ihre Vorstellungen für die Bremer Innenstadt vor.

„Uns geht es im ,Interspace‘ darum, mit den Studierenden Themen aufzugreifen, die im politischen Raum virulent sind und zu denen seitens Hochschulen Impulse gesetzt werden können“, sagt Ulrike Mansfeld von der Hochschule Bremen. „Da liegt die Bremer lnnenstadt natürlich auf der Hand“, erklärt die Professorin an der School of Architecture Bremen.

Wohin entwickelt sich die Bremer Innenstadt? Welche Aufgaben kommen auf unsere Städte und Innenstädte zu? Können wir schon heute einen Blick in die Zukunft werfen, um die Weichen für eine Neuausrichtung von Planungszielen zu stellen? Diese Kernfragen galt es zu beleuchten. 20 Studierende der Hochschule Bremen und der Hochschule für Künste stellten sich der besonderen Aufgabe. Geringe Aufenthaltsqualität, zu wenig Wohnraum, die Ausgestaltung der Verkehrswende sowie der Umgang mit zunehmendem Leerstand – diese und weitere Punkte packten die Studierenden an.

Gefördert wurde das Kooperationsprojekt „Interspace – Die nachhaltige Stadt“ von der Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau. Initiiert und eröffnet wurde die Ausstellung von Staatsrätin Gabriele Nießen. Mit einer Bestandsaufnahme führten Dirk Kühling (Abteilungsleitung der Senatsbehörde für Wirtschaft, Arbeit und Europa) und Olaf Orb (Leiter des Geschäftsbereichs Standortpolitik der Handelskammer Bremen) in das Thema ein.

„An den eigentlichen Entscheidungsprozessen ist die junge Generation in der Regel nicht beteiligt. Insofern war die Überlegung, dass man doch die Menschen befragt, die die Stadt später gestalten und sie auch nutzen wollen“, erklärt Mansfeld das Konzept.

Es seien acht sehr spannende und unterschiedliche Arbeiten herausgekommen, lobt Mansfeld die Studierenden. Zum einen wurde die Digitalisierung aufgegriffen: „Eine Gruppe hat ein Modul entwickelt, das in der Stadt sozusagen Erinnerungen speichern kann und zur Teilhabe beiträgt“, sagt Mansfeld. Andere Teams zeigen, wie sich aus großen Kaufhausflächen neue Nutzungskonzepte entwickeln lassen – und wie die Innenstadt neu erschlossen werden kann.

Öffnungszeiten

Die Ausstellung „Interspace – Die nachhaltige Stadt“ ist in der Carl-Ronning-Straße 2 in Bremen (gegenüber Servicecenter Mitte) noch bis Sonnabend, 24. Juli, werktags jeweils von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Am kommenden Dienstag, 20. Juli, werden die Projekte auch online gestellt: www.hs-bremen.de

(Autor: Guido Finke / Foto: Ana Rodriquez/HSB)