Gutes Ergebnis: gebongt

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Heiße Ware: Das Transaktionsvolumen der Einzelhandelsimmobilien in Bremen knackte 2019 voraussichtlich die 100-Millionen-Euro-Marke.

Bremen. Seit Anfang des Jahres geht es im Einzelhandel nicht mehr ohne ihn: Der Kassenbon ist Pflicht – was vielerorts einfach nur zu gut gefüllten Mülleimern führt. Schaut man nun auf die Rechnung des Bremer Einzelhandels für das vergangene Jahr, so zeigt sich „unterm Strich“ ein Ergebnis, das sich durchaus sehen lassen kann.

Über vier Milliarden Euro Umsatz wurden vom hiesigen Einzelhandel rund um die 1-a-Lagen Obern-, Hutfilter- und Sögestraße im Jahr 2019 erwirtschaftet. Die für diesen Wirtschaftszweig relevante Kaufkraft stieg in Bremen erneut und lag zum Jahresende bei knapp 3,9 Milliarden Euro. Das geht aus dem Immobilienmarkt Report 2019 der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH hervor.

Überregionale Strahlkraft

Eine wichtige Zahl, die in Zusammenhang mit dem Jahresumsatz steht, ist die sogenannte Zentralitätskennziffer. Als Maßzahl, die aus Umsatz und Kaufkraft gebildet wird, beziffert sie die Attraktivität eines Standorts als Einkaufsort. Das bundesweite Mittel wird dabei mit 100 angegeben. Ein positives Ergebnis, also ein attraktiver Einzelhandelsstandort, besitzt einen höheren, ein negatives Ergebnis folglich einen niedrigeren Wert. Und Bremen? Erzielt mit einem Wert von 117,8 eine überdurchschnittliche Zentralitätskennziffer. Die Rechnung der Bremer Einzelhändler scheint bei aller Umstrukturierungen und Veränderungen im Handel weiterhin aufzugehen. Ein „Weiter so“ für 2020 ist also gebongt.

Der Zentralitätskennziffer entsprechend präsentiert sich auch das für 2019 prognostizierte Investmentvolumen bei den Einzelhandelsimmobilien, das die 100-Millionen-Euro-Marke knacken dürfte. Konkret rechnet die WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH mit einem Transaktionsvolumen von 104 Millionen Euro, womit sich Einzelhandelsimmobilien der Hansestadt hinter den allzeit starken Büroimmobilien (195 Millionen Euro) und der Sammelkategorie „Sonstige Objektarten“ (139 Millionen Euro) auf einem guten dritten Platz wiederfinden. Gemeinsam mit den Logistikimmobilien, die im vergangen Jahr voraussichtlich ein Transaktionsvolumen von 77 Millionen Euro erreicht haben, scheinen die Bremer Gewerbeimmobilien also für 2019 ein Gesamtergebnis jenseits der 500 Millionen Euro erreichen zu können. (Autor: Julian Kloß / Foto: Christina Kuhaupt)