Das passende Grundstück finden

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Bestandsimmobilie oder Neubau? Diese Frage stellen sich viele zukünftige Hausbesitzer in Bremen und der Region. Entscheiden sie sich für Letzteres, verfügen sie so über ein größeres Maß an Flexibilität und realisieren das Traumhaus ganz nach ihren Wünschen. Doch bevor es so weit ist, beginnt erst die Suche nach dem passenden Grundstück. Um Zeit zu sparen sowie Nerven zu schonen, sollten Häuslebauer sich bereits im Vorfeld einig darüber sein, wie der für sie perfekte Standort und das fertiggestellte Haus auszusehen haben.

"Neben dem Preis sind vor allem die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel, Einkaufsmöglichkeiten und gegebenenfalls Schulen in der Nähe wichtig. Auch die Erschließung spielt eine entscheidende Rolle", erklärt Stephan Scharfenorth, Geschäftsführer des Baufinanzierungsportals Baufi24.de.

Unterstützung in Anspruch nehmen

Bis die Häuslebauer das richtige Grundstück finden, vergeht oftmals viel Zeit voller Telefonate, Recherchen auf Internet-Portalen und Besichtigungstermine. Es gibt jedoch Abkürzungen: "Gute Makler kennen sich regional bestens aus und haben für die Wunschvorstellungen häufig passende Empfehlungen. Daneben sind auch Kommunen oftmals richtige Ansprechpartner, da sie viele neuerschlossene Grundstücke zum relativ günstigen Preis verkaufen", ergänzt Scharfenorth.

Wesentliche Formalitäten nicht vergessen

Sind die zukünftigen Hausbesitzer bereits so weit und haben den perfekten Bauplatz gefunden, sollten sie sich als nächstes an das Bauamt wenden. Dort erhalten sie Informationen zu den Flächennutzungs- und Bebauungsplänen, welche Auskunft über die zukünftige Entwicklung der Lage geben. Auch die Einstufung des Grundstücks ist relevant und verrät, ob die Eigentümer es überhaupt bebauen dürfen. "Zu Guter Letzt sollte das Grundbuch auf Rechte Dritter geprüft werden, die beispielsweise aufgrund von Durchfahrten oder Kanalisationen das Grundstück in der Nutzung einschränken können", weiß Scharfenorth.

Ist der Traum von dem eigenen Haus in Erfüllung gegangen, müssen Immobilienbesitzer besonders am Anfang des neuen Lebensabschnitts aufpassen. Denn vor allem bei einem Haus kommen auf sie Kosten zu, die vorher vielleicht nie eine Rolle gespielt haben. Sei es der Erschließungsbeitrag für das Grundstück, Deko zur Erzeugung der Wohlfühlatmosphäre oder schlicht die Möblierung des deutlich vergrößerten Wohnraums. "Es sind auf den ersten Blick profane Dinge wie beispielsweise längere Kabel, ein weiteres Regal oder Equipment für die Gartenpflege. Berechnen Kreditnehmer von Beginn an die Finanzierung sehr knapp, entsteht die Gefahr, dass diese ins Wanken gerät", ergänzt Scharfenorth. (ots / Foto: Julian Stratenschulte)