Aktuelle und historische Bauwerke

Mit dem „Blauhaus“ wurde in der Bremer Überseestadt ein Wohnbau für den Inklusionsgedanken realisiert. Insgesamt stehen dort 84 Wohneinheiten zur Verfügung. Fertiggestellt wurde das Objekt im September 2019.

Bremen. Der nächste „Tag der Architektur“ wirft seine Schatten voraus. Mittlerweile hat die Veranstaltung einen Traditionsstatus erlangt. In diesem Jahr findet sie am Sonntag, 26. Juni, statt. Für Architekturbüros, die sich mit einem Projekt einbringen möchten, rückt die Bewerbungsfrist näher: Sie endet am 31. Januar.

„Die Struktur und die Vorgaben sind gleich geblieben“, erklärt Kristin Kerstein von der Architektenkammer Bremen. „Zugelassen sind Gebäude und Freianlagen aller Art und Größe, vom kleinen Umbau bis zur Landschaftsgestaltung.“ Über die Teilnahme entscheide eine Jury aus freischaffenden Mitgliedern der Architektenkammern in Bremen und Niedersachsen.

Aufgrund der Pandemie konnte der „Tag der Architektur“ im Jahr 2020 nicht vor Ort stattfinden, sodass Führungen, Vorträge und Besichtigungen lediglich online möglich waren. Im vergangenen Jahr hatten rund 1200 Besucher in Bremen die Gelegenheit wahrgenommen, die insgesamt 17 teilnehmenden Gebäude bei sonnigem Wetter „live“ anzusehen. Im Vordergrund stand dabei das
aktuelle Planen und Bauen im Bundesland Bremen.

„Wir dürfen uns auf attraktive Bauten und Freianlagen freuen.“

Kristin Kerstein, Architektenkammer Bremen

Organisatorin Kerstein zeigt sich derzeit trotz der hohen Inzidenzzahlen zuversichtlich, dass der „Tag der Architektur“ im Juni wie üblich über die Bühne gehen kann. „Ich denke, im Juni sind wir Corona-mäßig so weit, dass wir das Programm vor Ort durchführen können – davon gehe ich persönlich aus und drücke ganz fest die Daumen.“ Schließlich verspreche die kommende Veranstaltung jede Menge Abwechslung und „frische“ Informationen für alle Beteiligten, erklärt Kristin Kerstein. „Ich bin sehr gespannt auf die Bewerbungen und Einreichungen. Aufgrund der hohen Bauaktivitäten in Bremen und Bremerhaven dürfen wir uns auf attraktive Bauten sowie Freianlagen beim ,Tag der Architektur‘ freuen“, sagt sie.

Einer der Höhepunkte erstreckt sich in Bremen-Woltmershausen auf einem rund 20 Hektar großen Areal: Das Tabakquartier bietet dort vielfältige Möglichkeiten für Wohnen, Büros und Freizeitangebote und war schon 2021 mit von der Partie. Neben neuen Projekten wird beim „Tag der Architektur 2022“ traditionell eine Reihe an historischen Bauten für Abwechslung sorgen. Auf reges Interesse stießen im vorigen Sommer zum Beispiel auch ein umgebautes Amtsgebäude am Hauptbahnhof, das „Blauhaus“ in der Überseestadt und ein Wohn- und Geschäftshaus in der Gartenstadt Werdersee.

Pro Büro zwei Objekte

Für Bewerbungen sind Gebäude und Freianlagen aller Art und Größe zugelassen. Über die Teilnahme entscheidet eine Jury aus freischaffenden Mitgliedern der Architektenkammern in Bremen und Niedersachsen. Pro Architekturbüro können bis 31. Januar bis zu zwei in Bremen oder Niedersachsen gelegene Objekte eingereicht werden.

Bewerbungsformular: www.akhb.de oder www.aknds.de

(Autor: Guido Finke / Foto: Thomas Kleiner/Gerlach Schneider Partner Architekten)