Bummeln in der Wachmannstraße

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Einkaufen, bummeln, für einen Schnack ins Bistro an der Ecke, Freunde und Nachbarn treffen beim Wachmannstraßenfest oder beim Candlelight-Shopping oder einfach gemeinsam das Leben im Stadtteil genießen: Dafür steht Schwachhausens heimliche Hauptstraße als lebendiger Treffpunkt für Jung und Alt. Im Quartier zwischen Stern und Schwachhauser Ring ziehen im Verein Die Wachmannstraße Anwohner und Gewerbetreibende an einem Strang, um das Zusammenleben und die Lebensqualität des Standorts zu stärken und zu fördern.

Interessenvertretung

Die freiwillige Standortgemeinschaft ist einzigartig in der Hansestadt, weshalb die Initiative von der Stadt Bremen als besonders vorbildhaftes Projekt ausgezeichnet wurde. Zurzeit besteht der Verein aus rund 130 Mitgliedern, die in der Wachmannstraße und umzu wohnen beziehungsweise arbeiten. Gemeinsam mit dem vereinsinternen Kulturausschuss ist der Vorstand mit Ideen und Engagement aktiv an der Gestaltung des Straßenzugs als pulsierendem Lebensmittelpunkt beteiligt. Alle verfolgen dabei ein Ziel: die Wachmannstraße so zu erhalten, wie sie ist – lebendig und nachbarschaftlich, offen und persönlich. Deshalb vertritt der Verein die Interessen des Quartiers auch gegenüber Behörden, Politik und Institutionen.

Was 2001 als Experiment startete und teils mit großer Skepsis betrachtet wurde, entwickelte sich zu einer großen Erfolgsgeschichte. Die Initiative hat in den 17 Jahren ihres Bestehens nicht nur in Schwachhausen, sondern weit darüber hinaus Bekanntheit und Aufmerksamkeit erlangt. Zu den bisherigen Vereinsprojekten gehören das alljährliche Wachmannstraßenfest, das Candlelight-Shopping als besinnliches Einkaufsvergnügen im Advent bei Kerzenschein, untermalt von Musik und Kultur, sowie die allgemeine Aufwertung der Straße sowie der regelmäßige Wochenmarkt auf dem Benqueplatz. Zudem gehen die aktive Nachbarschaft und die Bepflanzung des Grünstreifens auf den Einsatz des Vereins zurück, ebenso eine ergänzende Straßenreinigung und die kulturelle Belebung des Stadtteils.

Weitere Projekte geplant

Auf diesen erfolgreichen Aktionen wollen sich die Vereinsmitglieder aber nicht ausruhen. Es sind weitere Projekte geplant: beispielsweise die Belebung des Benqueplatzes mit Kultur und Spielflächen sowie die Verschönerung der Stromkästen im Quartier. Die engagierten Mitglieder denken, planen und organisieren die Projekte rund um die Wachmannstraße. Zum Vorstand gehören die beiden Anwohnerinnen Ursula Dopatka als erste Vorsitzende sowie die Rechtsanwältin Sybille Kroczek-Graul, Marius Dawedeit als stellvertretender Vorsitzender sowie Kassenwart, Matthias Bröring von Optik 101 und Suzanne Lingke von Danny's Womenswear.

Die Wachmannstraße wird stets attraktiver für engagierte Kulturschaffende: Galerien und Ateliers siedeln sich seit einiger Zeit in zunehmender Zahl an. Hintergrund: Der Kulturausschuss des rührigen Vereins hat während des Umbaus der Wachmannstraße im Jahr 2005 mit vielen Aktionen Bekanntheit erlangt. Drei Mal wurde die Straße seitdem mit dem Titel „längsten Galerie Bremens“ ausgezeichnet. Der Kulturausschuss kooperiert unter anderem mit dem Schwachhauser Kulturkataster. Aus der Zusammenarbeit ist unter anderem ein Netzwerk aus Künstlern und kulturell Interessierte entstanden.

Außerdem organisiert der Verein Die Wachmannstraße publikumsstarke Veranstaltungen. Mitglieder des Kulturausschusses sind Matthias Bröring, Tanja von Daak (Reisebüro Commodore), die beiden Anwohnerinnen Ursula Dopatka und Betina Festerling, Jürgen Klecha-Wellmann, Suzanne Lingke,
Marius Dawedeit (Dawedeit Immobilien, Entwicklung,Projektmanagement), Christoph Blöcher und Joachim Vallee.

Neue gern gesehen

60 zu 40 – so lautet der erfolgreiche Mix aus Geschäftsleuten und Anwohnern, der die einmalige Mitgliederstruktur des Vereins verdeutlicht. Gewerbetreibende und Anwohner engagieren sich gemeinsam im Verein für den Standort. Mitmachen kann jeder, der dieses lebendige und offene Quartier und die Nachbarschaft unterstützen möchte – als aktives oder als passives Mitglied. Mit einer Mitgliedschaft werden das liebevoll gestaltete Quartier und seine Entwicklung gefördert. Vereinsmitglieder engagieren sich zum Beispiel für mehr Läden, zusätzliche Grünflächen und weitere Anlässe zur nachbarschaftlichen Begegnung. Projekte für das Quartier finanziert die Initiative durch die Mitgliedsbeiträge. (Autorin + Foto: Ellen Stüdgens)

Weitere Informationen über den Verein Die Wachmannstraße gibt es im Internet unter www.diewachmannstrasse.de.