Richtig ausmisten

Ausmisten1.jpg

Neues Heim, neues Glück - also raus mit all dem alten Krempel! Aber es gibt dabei auch ein paar Dinge zu beachten: Fast die Hälfte der Deutschen (46 Prozent) mistet beim Umziehen Elektrogeräte aus, beinahe ebenso viele (45 Prozent) entsorgen Medikamente, wie eine repräsentative Studie von umzugsauktion.de zeigt. Kein Problem - aber nur, wenn es richtig gemacht wird. Ansonsten schadet es der Umwelt und kann sogar strafbar sein. Nachfolgend erklären die Experten von umzugsauktion.de, worauf Verbraucher achten müssen.

Elektrogeräte - richtig entsorgt

Allgemein gilt: Alte Elektrogeräte können zum Wertstoffhof gebracht werden und dürfen nicht in den Hausmüll. In manchen Gemeinden ist auch die Abholung per Sperrmüll möglich. Der Einzelhandel ist seit 2015 ab 400 Quadratmetern Ladenfläche außerdem generell zur Rücknahme alter Kleingeräte wie Handys verpflichtet - auch ohne Kauf von Neuware. Größere Elektrogeräte, also beispielsweise Kühlschränke oder Fernseher, müssen lediglich beim Kauf eines neuen Geräts angenommen werden. Ein Kaufbeleg ist dafür nicht notwendig. Die Rücknahmepflicht gilt auch für Onlinehändler.

Wer noch etwas Geld rausholen möchte, kann es bei einem Schrotthändler versuchen. Diese zahlen gerade bei alten Handys und Ladekabeln unter Umständen noch einen kleinen Betrag. Wer hingegen alte Elektrogeräte einfach in den Hausmüll schmeißt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld geahndet werden kann. Das kann - je nach Bundesland und Umfang des Vergehens - empfindlich ausfallen. Zudem gehen so wichtige Rohstoffe verloren. Dadurch müssen neue Ressourcen wie Edelmetalle in die Produktion aktueller Geräte einfließen. Deren Gewinnung ist energieaufwendig und hat in den Erzeugerländern oft verheerende Folgen für die Umwelt.

Einfach, aber wichtig bei Medikamenten: in den Müll, nicht ins Klo!

Medikamente können hingegen einfach im Hausmüll entsorgt werden, solange im Beipackzettel nicht ausdrücklich etwas anderes steht. Wer beispielsweise starke Schmerzmittel entsorgen möchte und nicht sicher ist, ob sich womöglich jemand am Hausmüll zu schaffen macht, sollte auf Recyclinghöfe oder Apotheken zurückgreifen. Prinzipiell können hier zwar auch alle anderen Arzneien entsorgt werden. Notwendig ist das aber nicht. Denn der sogenannte Siedlungsabfall, zu dem auch Medikamente zählen, wird seit 2005 in Deutschland flächendeckend verbrannt und gelangt erst danach zur Lagerung auf Deponien. Dadurch werden die Wirkstoffe der Medikamente neutralisiert.

Im Hausabwasser haben Arzneien hingegen nichts zu suchen. Denn unbehandelt können sie auch stark verdünnt noch lange ihre Wirksamkeit behalten und großen Schaden an der Umwelt anrichten. (ots / Foto: tmn)