Frohe Kunde aus Berlin

Eine neue Förderinitiative für die Weiterentwicklung von Innenstädten soll auch Bremen zugutekommen.

Bremen. Diese Finanzspritze können sie gut gebrauchen: 238 deutsche Standorte erhalten eine Förderung aus dem Bundesprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“. Insgesamt werden 250 Millionen Euro ausgeschüttet, um zum Beispiel Leerstände zu vermeiden sowie städtebaulich neue Anreize zu schaffen. Das Land Bremen profitiert gleich doppelt von dem Programm: Bremen hat knapp 4,7 Millionen Euro für die Umsetzung der Strategie „Centrum Bremen 2030+“ beantragt. Und nach Bremerhaven sollen rund 2,3 Millionen Euro für zukunftsfähige City-Konzepte fließen.

„Diese Förderung ist ein starkes Zeichen für den Erhalt und die Belebung unserer Innenstädte“, sagt Stefan Genth. „Diese zusätzlichen 250 Millionen Euro für den Handelsstandort Innenstadt helfen den Kommunen in einer Zeit, in der durch pandemiebedingte Beschränkungen die Attraktivität vieler Innenstädte bereits erheblich gelitten hat“, so der Geschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE). Bis zum Jahr 2025 müssen die beantragten und geplanten Maßnahmen umgesetzt sein.

Viele Städte und Gemeinden seien von tiefgreifenden Veränderungen in ihren Innenstädten, Stadt- und Ortsteilzentren betroffen, heißt es seitens des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI). Das gelte vor allem für einen anhaltenden Strukturwandel im Einzelhandel. Das neu aufgelegte Bundesprogramm wird vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Auftrag des BMI umgesetzt.

„Die positive Resonanz auf den Projektaufruf zeigt den großen Handlungsbedarf in den Innenstädten“, lobt das BBSR die Strahlkraft der Initiative. „Sie belegt das große Potenzial an guten Ansätzen und Ideen, die in vielen Städten vorhanden sind.“ Das Bundesprogramm solle eine Vielzahl von Projekten und guten Beispielen zur Entwicklung der Innenstädte und Ortskerne hervorbringen, die dann in Städten und Gemeinden unterschiedlicher Größe und Ausgangslage angewandt werden könnten.

Demnach sind unter anderem auch Bremen und Bremerhaven für das nun anstehende formale Zuwendungsverfahren vorgesehen. Exakt 4,688 Millionen Euro möchte Bremen für das „Centrum Bremen 2030+“ investieren. Neben einem nachhaltigen Nutzungswandel stehen ein innovatives Leerstandsmanagement, die Aktivierung der dritten Maßstabsebene namens „Roof-Top“, die vorübergehende Anmietung leerstehender Erdgeschossflächen sowie City-Marketing und Öffentlichkeitsarbeit im Konzept.

(Autor: Guido Finke / Foto: Frank Thomas Koch)